„Und wenn ich wüßte, daß morgen
die Welt unterginge, so würde ich doch heute mein Apfelbäumchen
pflanzen.“
Ernst Kumpf
3 Tage bis zum Weltuntergang, krass,
das ging mal wieder schnell. Passend dazu steht auch das Ende meiner Erasmuszeit an. Sitz, wie ein Iltis stinkend, völlig übermüdet
mit fünf riesigen Gepäckstücken (wär ich doch nur ein Hindugott mit
mehr als 2 Armen...) in meinem ICE zurück nach Deutschland. Hinter mir
in Aarhus lasse ich meine ziemlich frische "Heimeligkeit" und vor allem
viele Leute, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Natürlich lasse
ich auch meine ganzen Störfaktoren der letzten Monate hinter mir.
Wie zum Beispiel der verfluchte Bus, der mich jedes mal 40min in die
Stadt gekostet hat (40*2(hin und zurück)*4(mal in die Stadt pro
Woche) *4 (Wochen im Monat)*4 (Monate) =5120min=85,3h=3,5 Tage!!!!
Nur im blöden 4A Brabrand..sei verfucht Midtraffic!!!), der
überteuerte Brucksensupermarkt oder auch die Hausmeister des
Wohnheims, die nur so auf jede Möglichkeit warteten eine Rechnung
aus zu stellen. Aber schon jetzt verblassen diese Erinnerung gegen
das wunderbare große Ganze, das nun hinter mir liegt. Die letzten
Tage waren schön, aber sehr seltsam. Peu a peu, langsam aber sicher,
mit jedem Freund der abreiste rückte das Ende näher. Dieses
bedrückende Gefühl stand aber stets im krassen Gegenteil mit einer
Weihnachtsvorfreude der ganz besonderen Art. Endlich die Liebsten
daheim wiederzusehen. Das Ganze wurde gepushed von einem riesigen
Weihnachtsbaum in meinem Apartment und ständig laufender
Weihnachtsbeschallung durch Dani (ja, dank den letzten Jahren in der
Neugasse hat sich Maria Carey's „All I want for Christmas“ für
mich zu einer Weihnachtsgefühlinstantpille entwickelt). Nun denn,
genug der Gefühlsduselei.
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| Unser Weihnachtsbaum |
Wie geht es nun weiter bei mir? Ich
habe noch ein Paper über Savarkar und Hindu Nationalismus Konzepte
für die Uni Aarhus zu schrieben und eine lang raus geschobene große
Hausarbeit einer Analyse der Musikinstrumente der Bibel. Wird eine
menge Arbeit. Ich freue mich aber erst einmal heimzukommen. Ach ja, Weihnachtsgeschenke!! Da sieht es bisher noch
nach ganz schön düster aus..(verdammt...werden sicherlich auch ein
paar Betroffene lesen...naja, vielleicht wisst ihr dann meine
kreativen Gutscheine umso mehr zu schätzen...). Das wird also mein
Dezember und Januar. Nun wollte ich ja eigentlich ein ganzes Jahr in
Aarhus machen, da jedoch die Kurse mir für mein Studium nur schwer
bis gar nicht anrechenbar waren, und ich dennoch gerne meinen
Bachelor nun mal zu einem Ende führen würde musste ich nach einer
Alternative suchen, und ich habe auch eine gefunden. Ende Januar geht
es zur nächsten Station, einem Praktikum in Indien, um genau zu sein
bei Knowledge Must, einer interkulturellen Agentur in Delhi. 3 Monate
arbeiten, dann in den Süden zur Familie reisen und dabei hoffentlich
viel vom Land sehen. Delhi wird wohl ein ziemliches Gegensatzprogramm
zu Dänemark, fängt aber beides mit „D“ an, von daher hab ich da
keine großen Bedenken. Skandinavien und Südasien, fängt auch
beides mit „S“ an. Wenn das mal nicht Schicksal ist. Also, von
daher ist klar, ich werde auch versuchen von Indien aus einen Blog zu
schreiben. (Das Tolle: die Wahrscheinlichkeit, dass darin Affen
vorkommen werden ist gar nicht so gering). Schön, dass ihr bisher
dabei wart! Macht es gut und bis hoffentlich bald
Tobi
ps. Ich hatte einige Blogartikel
verfasst, allerdings bisher nicht hochgeladen, die werde ich die Tage
nachreichen!